“Liebe in Zeiten der Follower” von Max Richard Leßmann

So, da bin ich wieder! Der Urlaub ist vorbei und mit ihm die Social Media-Abstinenz. Was habe ich verpasst? Eine ganze Menge anscheinend. Zwischen der ganzen “Game of Thrones”-Hysterie und dem neuen “IT”-Trailer hat Lana Del Rey ihr neues Album veröffentlicht (da könnte ich drüber schreiben) und auch Arcade Fire haben endlich ihre neue Platte rausgehauen, mitsamt fürchterlich überteuerter und lächerlicher Fidget Spinner-Variante (da möchte ich lieber nicht drüber schreiben).

Ein Album, dass mich aber wirklich vom Hocker gehauen hat und über das ich tatsächlich schreiben möchte war eins, an das ich gar keine Erwartungen hatte, weil ich überhaupt nicht von seiner Existenz wusste. Das gute Stück heißt “Liebe in Zeiten der Follower”, stammt von Vierkanttretlager-Mitbegründer Max Richard Leßmann und ist bis zum Rand gefüllt mit Ohrwürmern.

Was eigentlich als Gedicht an seine Freundin anfing wurde mit “Ich wünschte” die Vorlage für ein Debüt, das von Schlager, Schunkelpop und schleimigen Zeilen nur so trotzt. Warum das funktioniert und nicht doch super ekelig ist? Max Richard Leßmann ist eben kein Ekel-Schunkel-Strahlemann-Schlagerpaket, sondern ein doch eher im Indie angesiedelter Musiker mit einer Stimme, die so gar nichts von Schlager hat.

Dazu treffen überaus kitschige Liedzeilen auf den roten Faden des Albums: Die Liebe in Zeiten dieser ach so verschrieenen Sozialen Netzwerke. Da kann er ruhig so Zeilen wie  “Du sagst mein Herz ist unerreichbar wie der Mond”, “Ich wünschte, dass ich niemanden mehr kennte” oder “Seit du da bist kenn’ ich keine noch so kleine Langeweile” trällern, solange er noch sein “Geld im Lavendelfeld” verbrennt, “Einen im Tee” hat und über Facebook schimpft gelingt der Spagat perfekt.

Lieblingslied? “Spuren auf dem Mond” ist definitv ein Highlight, ebenso “Keine Langeweile”, “Lavendelfeld” oder “Einen im Tee”. Wenn man aber mal genau drüber nachdenkt, sind eigentlich alle Lieder großartig. Nach Faber wieder ein wunderbares, deutschsprachiges Album. Das muss definitv in die Plattensammlung.

ENG//

After spending the last weeks in the depths of Norway, I am finally back in Germany and back in that social media craze. What did I miss? A lot apparently. In between “Game of Thrones”-spoilers and the new “IT” trailerLana Del Rey dropped her new record (I could write about that), as did Arcade Fire, along with a completely unnecessary and über-expensive Fidget Spinner (I don’t want to write about that).

But a record I actually and totally enjoyed and had no expectations in whatsoever was one that I hadn’t even heard of before. The record is called “Liebe in Zeiten der Follower” by Vierkanttretlager-co-founder Max Richard Leßmann and is filled to the brim with one catchy tune after another.

What started as a poem for his girlfriend turned into a record filled with pop songs and cheesy lines, but for Leßmann with his deep voice, it works perfectly well. Add the background theme of love in times of social media and the record turns from cheesy pop music into a perfect debut.

Favourite songs? “Spuren auf dem Mond” is definitely one, also “Keine Langeweile”, “Einen im Tee” and “Lavendelfeld”. But to be honest, all of the songs on this record are favourites. After Faber once again a great German speaking record, definitely one for my collection.

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